Solo

Vita

Seit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit mittelalterlicher Musik. Er nimmt Unterricht mit der Drehleier bei verschiedenen Lehrern im In-und Ausland (Pascal Lefeuvre, Valentin Clastrier, Michael Loibner, Nigel Eaton, Patrique Bouffard,u.a.) und studiert Gesang an der EuropaChorAkademie in Mainz. Von 1994 – 2000 studiert er Romanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg. Sein Interesse gilt hierbei dem Mittelhochdeutschen und den historischen Sprachen Südwesteuropas.

Er ist Mitbegründer des „Ensemble Trecento“ im Jahre 1994. Im gleichen Jahr beginnt die Mitwirkung bei der Gruppe „Wünnespil„, die 2001 endet. Seit 2001 künstlerischer Leiter des Ensembles „minnesangs fruehling“. Im Jahre 2003 erscheint die CD „ich zôch mir einen falken“. Seit 2001 tritt er solo im Rahmen von Museums- und Schulveranstaltungen als Minnesänger und Erzähler auf.

Seit 2007 ist er als Instrumental- und Gesangslehrer tätig und gibt regelmässig Kurse zur Aufführungspraxis mittelalterlicher Musik. Gastmusiker bei verschiedenen Musik-Projekten (Wildwuchs, Tedesca, Geteiltez spîl, Sängerkrieg auf der Wartburg, Musiktheater Dingo). Minnesänger des Jahres 2007 – 09, mehrere Publikumspreise 2011 und 2013, künstlerischer Leiter der Botenlaubenfestspiele seit 2012

Knud Seckel:
Gesang, Symphonia (Drehleier), gotische Harfe, 3-Lochflöte, Dudelsack

Soloprogramme

Minnesang – Höfische Musik des Mittelalters
An den adligen Höfen lassen die Minnesänger inspiriert von der „fin amor“ ihre Minnelieder auf mittelhochdeutsch erklingen. Die Klassiker der Literatur vom Kürenberger, Walther von der Vogelweide und Neidhart sind natürlich mit dabei

Richard Löwenherz – König, Kreuzfahrer und Trobador
Leben und Wirken des Richard Löwenherz und seine Spuren in der Musik geben den Hintergrund für dieses unterhaltsame Stück Geschichte. (Eleonore von Aquitanien, Barbarossa, Saladin, Johann Ohneland, Stauferkaiser Heinrich VI…)

Trobador & Minne
Die Beeinflussung des deutschen Minnesangs durch Vorbilder der Trobadorlyrik ist unstrittig in der Forschung. Anhand ausgewählter Lieder wird die französische Liedkunst in der deutschen sicht- und hörbar. Dabei tauchen bekannte Namen wie Eleonore von Aquitanien, Kaiser Barbarossa aber auch Walther von der Vogelweide und Friedrich von Hausen auf.

Das Nibelungenlied
Sänger Knud Seckel singt wie vor 800 Jahren die Geschichte der Nibelungen auf  mittelhochdeutsch, begleitet von gotischer Harfe, Symphonia (Drehleier), Langhalslaute und Rahmentrommel.
Je nach Konzertmöglichkeit endet der Vortrag nach dem ersten Teil mit Siegfrieds Tod oder erstreckt sich auf beide Teile – dann mit einer Gesamtlänge von 3h!

Musik der Karolinger vor dem Jahre 1000

In der Zeit vor 1000 sind uns geraume Zeugnisse der althochdeutschen Sprache überliefert. Berühmt dabei sind das Hildebrandslied, die Merseburger Zaubersprüche, aber auch Segenssprüche für Pferde, Bienen und sogar für Würmer. Diese weltlichen Textzeugnisse erklingen wieder (rekonstruiert), inspiriert von der Monodie der Gregorianik. Ergänzt wird dies durch instrumentale Passagen. Dauer ca. 60 min ohne Pause.

Museumsbelebung 1200

Knud Seckel nimmt die Rolle eines Minnesängers zur Zeit der Staufer an, welcher die Instrumente der Zeit erklärt, und die Dichtung und Epen neu aufleben lässt. In Gewändern der Stauferepoche gekleidet wird es Geschichte zum Anfassen. Auch als Gesprächskonzert möglich.

Museumsbelebung 14.Jh.
Knud Seckel schlüpft in die Rolle eines Spielmannes des 14.Jh. Musik und Lieder aus dem turbulenten 14.Jh. werden lebendig und lassen die Zeit der ersten Pest, des Papastschismas und dem Umbruch in eine neue Zeit wieder aufleben.

 

Schulunterricht der anderen Art
„ich waz ein höfisch spîlman“. Seit vielen Jahren stellt Knud Seckel  mittelalterliche Instrumente und Texte an Schulen vor. Entsprechend den Altersstufen, dem Vorwissen und dem Ziel der Vorführung kann dabei auf verschiedene Aspekte der Literatur und Musik des Mittelalters eingegangen werden.
Eine Übersicht über alle Programme finden Sie hier: Programme